Die neue WhatsApp-Business Version ist da

Die neue WhatsApp-Business Version ist da

Update 04.02.2018: Die WhatsApp Business App ist nun offiziell für Android verfügbar und im Playstore erhältlich.

Vor einigen Wochen berichtete ich darüber, dass WhatsApp einen Testpiloten mit Business Accounts fährt. Genauer gesagt wird sich WhatsApp für Unternehmen öffnen. In der Zwischenzeit sind weitere Screenshots aufgetaucht, die Betatester von der Business App machen konnten.

WhatsApp wird eine separate, zweite App für Geschäftsinhaber ausliefern. Einen ersten Einblick erhältst du im Google Playstore. Dort ist bereits eine Beta-Version von WhatsApp Business gelistet. Diese ist durch den Betastatus aber noch nicht für alle Benutzer sichtbar. Ein Download bringt im Prinzip auch nichts. Zum einen ist die App in Deutschland noch nicht verfügbar, zum anderen ohne einen Betalogin quasi unbrauchbar.

Dabei sehen wir einige Unterschiede der WhatsApp Business Version zur normalen Version von WhatsApp

 

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Die Whatsapp Business App erhält neue Funktionen wie z.B. das Hinterlegen von Öffnungszeiten

  • Der Geschäftsname erhält einen grünen Verifizierungshaken
  • Es besteht die Möglichkeit die Öffnungszeiten zu hinterlegen
  • Die URL zur eigenen Homepage bzw. Social Media-Kanäle
  • sowie die Möglichkeit die vollständige Adresse des Unternehmens zu hinterlegen

Ein Abwesenheitsassistent kümmert sich um Kunden außerhalb der Öffnungszeiten

 

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In WhatsApp Business lassen sich automatisiert Abwesenheitsnachrichten versenden

Clever gelöst ist die Abwesenheitsnotiz. Außerhalb der hinterlegten Öffnungszeiten kannst du dir den Abwesenheitsassistenten aktivieren. Dieser versendet automatisiert deine hinterlegte Nachricht, wenn Kunden dich außerhalb deiner Öffnungszeiten anschreiben.

Und der Rest: Funktioniert genauso einfach wie das normale WhatsApp

 

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Nachrichten senden ist genau so einfach gehalten wie in der normalen WhatsApp-Version

Keep it simple and sexy. Keine Änderungen gegenüber der Standardversion von WhatsApp. Wenig Umstellung. Einfach loslegen.

Dieses weite Stadium der Beta-App deutet darauf hin, dass das neue Feature für Unternehmen wohl bald öffentlich zugänglich sein wird. Planst du diese Funktion für dein Unternehmen zu nutzen? Wenn ja, welche Vorkehrungen triffst du bereits heute? Wenn nein, was sind deine Bedenken?

Warum du auf Facebook kaum noch jemand organisch erreichst

Warum du auf Facebook kaum noch jemand organisch erreichst

Du investierst jede Menge Zeit in die Planung und Erstellung von Facebook-Beiträgen, klickst „jetzt posten“ und…. nichts passiert. Dann geht es dir vermutlich wie vielen anderen Autohäusern auf Facebook. Und das hat auch seinen Grund.

Facebook begrenzt die Reichweite von organischen Postings

Vor etlichen Jahren konntest du einen Beitrag posten und dieser wurde quasi allen mit deiner Unternehmensseite verbundenen Fans in deren Newsfeed eingespielt. Das ist mittlerweile nicht mehr so. Wenn du heute einen Beitrag veröffentlichst, wird dieser sehr wahrscheinlich nur noch einem Bruchteil deiner Fans in den Newsfeed eingespielt. Entnehmen kannst du das den Statistiken deiner Facebook-Unternehmensseite.

Warum macht Facebook das?

Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen ist Facebook ein Social-Network, dessen Ziel es ist, dass du dich mit Freunden und Bekannten austauschst. Du kommst ja nicht auf Facebook, um Werbung zu konsumieren.

Und da immer mehr Unternehmen auf Facebook ihre eigenen Produkte vermarkten wollen, achtet Facebook darauf, dass Sie ihre Nutzer nicht durch zu viel Werbung vergraulen. Wobei für meine Verhältnisse derzeit schon grenzwertig viel Werbung eingespielt wird. Facebook achtet daher darauf, dass Beiträge von deinen Freunden und Bekannten in einem bestimmten Verhältnis zu Werbebeiträgen von Unternehmen stehen.

Einer gigantischen Menge an Werbetreibender auf Facebook steht eine begrenzte Fläche an Werbeplätzen gegenüber.

Genau das ist der Grund dafür, dass Facebook Geld für Beiträge und Werbeanzeigen nehmen kann und dein Posting dafür im Gegenzug mehr Nutzern ausliefert.

Facebook funktioniert also nicht mehr ohne Geld?

So pauschal kann man das nicht sagen. Es gibt immer noch bestimmte Posttypen, die auf Facebook besser performen. Grundsätzlich kann man sagen:

Bild schlägt Text. Video schlägt Bild. Live-Video schlägt Video.

Und speziell für den Automobilhandel gilt: Eigene Inhalte schlagen Inhalte des Herstellers. Jetzt mal im Ernst: Welchen Sinn macht es, dass du vorgefertigten Content deines Herstellers auf deine Facebookseite setzt? Deine 200 Händlerkollegen tun vermutlich dasselbe. Ihr seid alle gleich, austauschbar, ersetzbar oder anders ausgedrückt: Wenn ich überall das Gleiche bekomme, dann zählt nur noch der Preis.

Was kannst du also tun, um mehr Reichweite auf Facebook zu generieren, ohne Geld für Anzeigen auszugeben?

Sei kreativer als die anderen. Achte schon bei der Planung und Erstellung deiner Inhalte darauf, dass du dich damit deutlich von deinen Wettbewerbern abhebst. Frage dich bei der Erstellung selbst: Würdest du diesen Inhalt selbst teilen?

Produziere eigene Inhalte als Videoformat statt Bild. Ja, das ist aufwendig und kostet Zeit und damit auch Geld. Starte klein und probiere dich aus. Es braucht kein eigenes Videoteam. Ein gutes Smartphone und ein zusätzliches Mikrofon reichen erst einmal völlig aus.

Teste auch Facebook Live Videos. Eine Anleitung zu Facebook Live und verschiedene Content-Ideen habe ich bereits veröffentlicht (Siehe: Warum Autohäuser Facebook Live Videos einsetzen sollten)

Es spricht aber übrigens überhaupt nichts, dagegen diese Maßnahmen sinnvoll zu kombinieren. Du kannst durchaus kreative eigene Videos erstellen und die Reichweite zusätzlich durch Schaltung von Facebookanzeigen erhöhen.

Bietest du deinen Kunden WLAN im Autohaus an?

Bietest du deinen Kunden WLAN im Autohaus an?

Wir schreiben das Jahr 2017 und viele Autohäuser und Werkstätten haben es noch nicht verstanden, ihren Kunden einen kostenfreien Wlan Zugang während ihres Aufenthaltes anzubieten.

Bitte nicht falsch verstehen: Die technische Ausstattung für das kabellose Internet ist meist vorhanden und wird auch benutzt. Allerdings nur verschlüsselt für firmeninterne Geräte wie Werkstatttester oder iPads für die Werkstattannahme etc. Das ist auch völlig legitim. Aber….

 

Warum gibt es in Autohäusern keine separierte Leitung mit der Kunden kostenfrei und kabellos ins Internet kommen?

Wenn ich Autohausinhaber darauf anspreche, kommen meist Einwände wie:

  • „Unser Internet ist so langsam, wir brauchen die Geschwindigkeit selbst für die Abwicklung des Tagesgeschäfts“
  • „Die Kunden können sich ja in das Firmennetzwerk und damit auch beim Hersteller einhacken.“
  • „Und was, wenn der Kunde illegale Aktivitäten über unsere Leitung tätigt?“

 

Viel weniger werden die Chancen eines Wifi-Spots für Kunden betrachtet

Der Kunde wird nicht mehr schnellst möglichst aus dem Autohaus heraus gelotst, sondern ihm wird eine Möglichkeit gegeben, die Wartezeit im Autohaus zu überbrücken.

Nach dem Login in das Wifi kannst du selbst eine Startseite einstellen, die auf dem jeweiligen Gerät deines Kunden angezeigt wird. So kannst du z.B. deinen Social Media Kanal hinterlegen und deine Followerschaft und somit die Kundenbindung erhöhen.

Oder direkt die Bewertungsfunktion des Autohauses (hier im Beispiel: Hotel) verlinken, um so weitere Bewertungen einzusammeln und die Reputation im Netz zu steigern.

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Das prizeotel öffnet nach dem Verbinden mit dem Wlan direkt deren Bewertungsseite. So steigert das Hotel die Chance neue Kundenbewertungen zu erhalten

Über bestimmte Hotspots sind auch Statistiken auswertbar: Wann und wie lange halten sich Kunden bei mir auf? Welches sind wiederkehrende Besucher? Wer verlässt den Laden bereits nach ein paar Minuten wieder?

 

Damit die letzten Bedanken aus der Welt geschafft sind

Die Störerhaftung für Betreiber von Wifi-Hotspots wurde abgeschafft. Damit brauchen Hotspot-Betreiber keine Angst mehr vor Abmahnungen für illegale Filmdownloads & co. haben. Auch ein Passwortschutz ist freiwillig.

Wer Angst vor „Hackern im Firmennetz“ hat, kann sich einfach eine separate, zweite Internetleitung beauftragen, die ausschließlich für den Kundenhotspot dient. Mittlerweile gibt es auch unzählige Fremdfirmen, die die komplette Abwicklung inklusive Routern, zweiter Internetleitung und Softwareupdates gegen geringe monatliche Gebühren übernehmen.

Also bitte liebe Autohäuser. Bietet euren Kunden endlich einen Wlan-Spot. 😉

Erkenntnisse aus der Studie „Kfz-Gewerbe 2020plus“

Erkenntnisse aus der Studie „Kfz-Gewerbe 2020plus“

Auf dem diesjährigen CarCamp wurde die Studie Kfz-Gewerbe 2020plus vorgestellt. Die Studie ist durch das Zusammenwirken des ZDK und der BBE Automotive Unternehmensberatung entstanden. Die Studie basiert auf 454 Teilnehmer, wobei eine Verteilung von 40 % Autohäusern und 60 % Werkstätten gegeben ist.

Einige zentrale Ergebnisse der Studie sind:

69 % der Teilnehmer gehen davon aus, dass sich das Geschäftsmodell des Vertragshandels für Fahrzeuge in den nächsten Jahren grundlegend in Richtung „Mobilitätsdienstleister“ ändern wird. Gleichzeitig haben aber nur 23 % ein neues Geschäftsmodell im vergangenen Jahr entwickelt.

Als neue Vertriebswege sehen 67 % vor allem neue digitale Schauräume mit Konfiguratoren und Virtual Reality, Fahrzeug Mega-Stores (57 %) sowie City-Shops in ausgewählten Städten (52 %).

68 % der Betriebe bieten als alternative Mobilitätskonzepte bereits E-Autos, E-Roller und Fahrräder als Ersatzfahrzeuge an. Carsharing wird derzeit erst von 7 % der teilnehmenden Betrieben als alternative Mobilität angeboten. Gleichzeitig fordern 50 % der Betriebe eine stärkere Unterstützung der Hersteller, ein Carsharing-Angebot auf die Beine zu stellen.

Bei den alternativen Antriebsarten sehen die Studienteilnehmer die Bereiche Elektro (89 %), Hybrid (78 %) sowie Wasserstoff (49 %) als wachsend an. Weit abgeschlagen landen Erdgas (16 %) sowie Autogas (15 %).

Das Thema Digitalisierung in Kfz-Betrieben sehen 65 % als Chance. 83 % der Teilnehmer gehen davon aus, dass Prozesse im Fahrzeugverkauf künftig digitaler werden. Eine digitalere Werkstatt sehen 72 % der Befragten.

Im Bereich Mitarbeiter gehen 52 % der Betriebe aus, dass Sie keinenDigital-Manager“ benötigen, der zentral alle digitalen Prozesse im Betrieb organisiert.

Zusammenfassend macht die Studie den Eindruck, dass Chancen zwar ansatzweise erkannt werden, aber keine Handlungen daraus abgeleitet werden. Gefühlt bleibt alles beim „Alten“. Ist das wirklich so?

Das Klassentreffen aka. CarCamp Mannheim 2017

Das Klassentreffen aka. CarCamp Mannheim 2017

Am 08. Semptember war es wieder soweit: Das CarCamp 2017, oder das „Klassentreffen“ wie es liebevoll von den alten Hasen genannt wird, fand in Mannheim statt. Es trafen sich knapp 100 Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen, um über das zentrale Thema Digitalisierung im Kfz-Gewerbe zu diskutieren.

Verschiedene Backgrounds sorgten für eine große Themenvielfalt

Die bunte Mischung der Teilnehmer reichte von Autohäusern und deren Marketingverantwortlichen selbst, über Schrauber, Journalisten, Berater, Studenten und Bloggern bis hin zum Rechtsanwalt.

Dementsprechend entstand auch eine sehr ausgeprägte Themenvielfalt. Beim CarCamp gibt es nämlich kein vordefiniertes Rahmenprogramm. Die Teilnehmer selbst schlagen bei der Sessionplanung Themenvorschläge vor und warten das Interesse des Publikums ab. Bei ausreichendem Interesse erhält dann ein Themenvorschlag einen Platz im sogenannten Sessiongrid:

Das Programm entstand durch die Teilnehmer am Sessiongrid:

 


Und so kamen im Rahmen der Sessionplanung folgende Sessions an das finale Sessiongrid.

  • Studie Kfz-Gewerbe 2020 // Stephan Jackowski
  • Jeder 2. sitzt im falschen Auto. Neue Lösungen und leichterer Wechsel // Bernd Behrens
  • Autofinanzierung
  • Update 2018: Was gibt es Neues von Google, Facebook, Amazon & Whatsapp? // Patrick Möltgen & Marcel Schultz
  • extra Prämiensystem: Was funktioniert, was funktioniert nicht im digitalen Marketing
  • Autonomes Fahren
  • Ideen für Blogbeiträge // Sebastian Koch
  • Digitale Kaufprozess // Tobias Brendel
  • Elektromobilität: Auswirkungen auf das Kfz-Gewerbe // Alina Bongen
  • Digitalisierung: Was ist das? Was bedeutet das? // Derek Finke
  • Privat Auto Verkauf: Fair + Vertrauen
  • 10 Vertrauensfaktoren fürs Onlinemarketing // Thorsten Bastian
  • Erfahrungs- / Gedankenaustausch User-Based-Insurance // Michael Schommer
  • Kundenwertschätzung / Fan-Generierung / Beschwerde-Managment // Thorsten
  • Personalrekrutierung – über digitale Kanäle Talente finden // Patrick Möltgen & Marcel Schultz
  • Oldtimer = Zukunft für die Automobilbranche
  • Elektromobilität vs. alternative Antriebe // Michael Schommer

 

Einige Präsentationen und Unterlagen wurden im Nachgang veröffentlicht:

Studie „Kfz-Gewerbe 2020plus“ vom ZDK und BBE Automotive

10 Vertrauensfaktoren im Onlinemarketing

oder direkt zum anhören 🙂

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Weitere Informationen

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Warum du Google Analytics für deine Autohaus Homepage benutzten solltest

Warum du Google Analytics für deine Autohaus Homepage benutzten solltest

Damit deine Autohaus Website nicht vor einfach so vor sich hinvegetiert ist es notwendig, dass du dir Ziele im Online Marketing setzt. Und wie immer müssen Ziele messbar sein. Genau hier kommt Google Analytics ins Spiel.

Was ist Google Analytics?

Google Analytics ist ein kostenfreies Analysetool von Google. Nach der Integration in deine Homepage liefert das Tool sehr ausführliche Daten über deine Websitebesucher.

Einige sehr einfache Auswertungen, die du damit im Zeitverlauf darstellen kannst, sind z.B.:

  • Wie viele Besucher rufen welche Seiten auf und wie viele exakt?
  • Wie lange bleiben die Besucher auf meiner Homepage?
  • Wie bewegen sich Nutzer durch meine Navigation?
  • Von welcher Quelle aus sind die Nutzer auf meine Website gekommen?
  • Welche Seiten ziehen viele Nutzer an?
  • An welchen Punkten meiner Website verlassen Besucher meine Seite wieder?
  • Welche Suchbegriffe haben die Besucher in Google eingegeben?
  • Aus welchem Gebiet kommen meine Besucher?
  • Wie alt sind meine Besucher und welches Geschlecht haben sie?

Wer sich mit der Materie Google Analytics etwas tiefergehend befasst kann sich auch eigene Ziele definieren und somit eine Conversionrate (=Umwandlungsrate: Verhältnis zwischen ausgeführtem Ziel und Anzahl der Gesamtbesucher) berechnen.

Wie binde ich Google Analytics auf meiner Autohauswebsite ein?

Wer bereits ein Google-Konto besitzt kann sich bei Google Analytics einloggen und eine neue Website hinterlegen. Google Analytics stellt dann ein Schnipsel Programmiercode bereit, der dann in den Quellcode der eigenen Website eingesetzt wird. Erst ab diesem Zeitpunkt können Daten gesammelt und ausgewertet werden.

Was gibt es bei der Nutzung von Google Analytics zu beachten?

  • Unterschreibe den Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung von Google und schicke diesen zu Google nach Irland. (Bei der Einrichtung kannst du diesen downloaden)
  • Die IP-Adresse (quasi die digitale Hausnummer) des Nutzers muss nach deutschem Recht anonymisiert werden. Hierzu gibt es eine Anleitung von Google selbst.
  • Du musst deine Nutzer über den Einsatz der Analytics-Nutzung auf deiner Homepage aufklären. Nutze dazu deine Datenschutzerklärung auf der Website sowie einen Cookie Hinweis. Mehr Infos dazu gibt es bei Rechtsanwalt Sören Siebert

 

Welche Alternative gibt es zu Google Analytics?

Es gibt auch noch einige Alternativen zu Google Analytics. Eine datenschutzfreundlichere Analytics Variante ist das Tool Piwik. Davon gibt es eine Version, die du auf deinem eigenen Server installieren kannst. So bist einzig und allein du Herr der Daten, die du von deinen Nutzern erhebst.

Fazit

Analytics Tools sind eigentlich Pflicht im automobilen Online Marketing. So kann zum einen eine zeitliche Entwicklung dargestellt werden und zum anderen der Erfolg von möglichen Änderungen an der Website beurteilt werden. Wer noch kein Analysetool nutzt, sollte es bereits heute installieren, um schon einmal Daten zu sammeln.

Bereite dein Autohaus auf WhatsApp Business Accounts vor…

Bereite dein Autohaus auf WhatsApp Business Accounts vor…

Nun ist es soweit: Der Messenger, der mehr als 37 Millionen Nutzer in Deutschland hat, öffnet sich für Unternehmen. WhatsApp startet ein Pilotprogram und testet mit ausgewählten Unternehmen sogenannte Business Accounts mit besonderen Funktionen.

 

Whatsapp Business Accounts müssen verifiziert werden

Im Gegensatz zu normalen Profilen müssen Business Accounts von Whatsapp verifiziert werden und erhalten sodann einen grünen Haken hinter dem Unternehmensnamen (ähnlich wie dies bei Twitter der Fall ist).

So möchte Whatsapp sicherstellen, dass die Kommunikation tatsächlich mit dem Unternehmen und nicht mit irgendwelchen Betrügern stattfindet.

 

WhatsApp Unternehmensaccounts erhalten Sonderfunktionen

wabetainfo hat bereits Screenshots von Unterhalten mit Business Accounts veröffentlicht, aus denen erste Sonderfunktionen der WhatsApp Unternehmensaccounts hervorgehen:

  • Unternehmen können Ihre Öffnungszeiten pflegen
  • Unternehmen können eine Abwesenheitsnachricht hinterlegen, die Nutzer erhalten, wenn sie das Unternehmen außerhalb der Öffnungszeiten anschreiben
  • Unternehmen können Nachrichten automatisiert versenden lassen

Aus meiner Sicht ist das aber nur der Anfang und perspektivisch werden weitere Funktionen wie Terminbuchung, Reservierung, Bewertungen und eine Bezahlfunktion folgen.

 

Wie sollten sich Autohäuser nun auf WhatsApp Business Accounts vorbereiten?

Erst mal Ruhe bewahren. Bis die Unternehmensaccounts in Deutschland ausgeliefert werden, wird es sicher noch einige Monate dauern.

Dennoch sollte man bereits heute die Weichen für eine künftige WhatsApp-Nutzung stellen:

Autohäuser, die WhatsApp bisher noch nicht ernst genommen haben,  sollten dies spätestens jetzt tun. Nun gilt es die Handynummern der Kunden aufnehmen und sammeln.

Gleichzeitig müssen natürlich auch die datenschutzrechtlichen Einwilligungserklärungen (ggfs. mit einem Rechtsanwalt) angepasst werden, da Kunden nicht einfach über WhatsApp kontaktiert werden dürfen.

Facebook forciert den Autohandel und wird künftig zur Fahrzeugbörse

Facebook forciert den Autohandel und wird künftig zur Fahrzeugbörse

Facebook hat vergangene Woche seinen Marketplace an 17 weitere Länder ausgeliefert. Nun ist das Feature, das zunächst an ebay-kleinanzeigen erinnert, auch in Deutschland verfügbar.

In der Facebook App wird die neue Funktion Woche für Woche für weitere Benutzer freigeschaltet und dort erscheint dann ganz präsent ein neues Icon mit einem Ladengeschäft.

Wer für die Funktion auf dem Smartphone noch keine Freischaltung hat, kann den Marketplace bereits über den Desktop erreichen:

Facebook-Marketplace-mit-Fahrzeugen

Facebook Marketplace startet in Deutschland: Unter anderem mit der Kategorie Fahrzeuge. Doch das ist erst der Anfang.

Zugegeben. Auf den ersten Blick sieht das aus wie das dritte ebay-Kleinanzeigen oder Quoka und man könnte sich Fragen warum dies für Autohäuser wichtig sein sollte…

 

Facebook wird den Automobilhandel im Marketplace forcieren und Unternehmensaccounts erlauben

Interessant wird der Marketplance in Kombination mit den Aussagen von Vice President Deb Liu, der bei Facebook für den Marketplace zuständig ist:

Until now, Facebook has limited postings inside Marketplace to individual users, not business Pages. But that’s changing as the company expands into more areas.  […]

 

“We’ll kind of look and see what’s popular, what people want to engage with,” Liu said. “So if people are searching or looking for something, we want to make that available to them.”

 

One popular area has been auto sales, so Liu says Facebook will soon feature cars for sale inside Marketplace from local car dealerships. It plans to do the same with real estate listings to increase inventory for apartment hunters.

  • Facebook wird also sukzessive auch Unternehmen an den Marketplace anschließen, die Ihre Waren präsentieren können.
  • Ein Bereich, der von Nutzern sehr gefragt ist ist der Fahrzeugverkauf. Deshalb wird Facebook diesen Bereich in Kürze focieren und auch lokale Autohändler an die Plattform anschließen.
  • Facebook könnte eine neue Art der Warenpräsentation ermöglichen, denn auf Facebook sind bereits seit drei Jahren 360-grad-Bilder integrierbar.

Fraglich ist wann genau das Feature nach Deutschland kommt. Vermutlich laufen bereits Tests in anderen Märkten. Unklar ist derzeit auch noch welche Schnittstellen in Betracht kommen könnten den Fahrzeugbestand an Facebook zu übergeben und was das ganze kosten könnte.

Denken wir aber einen Schritt weiter: Facebook hat eine Menge von Nutzerdaten und kennt Interessen, Vorlieben und die monetären Verhältnisse der Nutzer. So könnte der der Spieß umgedreht werden: Anstatt selbst aktiv auf Fahrzeugsuche zu gehen könnte Facebook dem Nutzer das passende Fahrzeug im passenden Moment vorschlagen. Big Data macht’s möglich und Facebook sollte dazu in der Lage sein…

Quellen:

Ist dein Autohaus auf diese neuen Funktionen in Fahrzeugbörsen vorbereitet?

Ist dein Autohaus auf diese neuen Funktionen in Fahrzeugbörsen vorbereitet?

Ein Großteil deiner Kunden dürfte über Marktplätze wie mobile.de oder autoscout24.de kommen. Nur wer hier mit einer guten Präsentation punktet, kann den Kunden gewinnen und ein Lead generieren. Und obwohl Fahrzeugbörsen nicht gerade Vorreiter bei innovativen Features sind, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten einiges für Autohäusern ändern.

Meine drei Vorhersagen für neue Features auf mobile.de und autoscout24.de:

360° Fahrzeugbilder für Innenraum & Außenansicht

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Du hast diese 360° Bilder sicher schon auf Facebook gesehen. Seit 2015 lassen sich diese Bilder in Facebook darstellen. Aufgenommen werden sie mit einer speziellen 360° Kamera, die mehrere Linsen hat, um so die komplette Umgebung aufzunehmen. Kameras mit ausreichender Qualität gibt es im Consumer-Bereich ab ca. 330€ (Ricoh Thetha V).

Mit diesen Kameras lässt sich der Fahrzeuginnenraum komplett aufnehmen. Dazu wird die Kamera auf einem kleinen Stativ auf Höhe der Mittelarmlehne im Auto befestigt. Damit der Fotograf nicht im Bild auftaucht, kann die Kamera per App oder Fernbedienung ferngesteuert werden.

VZU2344 – Spherical Image – RICOH THETA

Der Vorteil für deinen Kunden: er kann sich seinen Bildausschnitt selbst bestimmen und genau die Details betrachten, die ihm persönlich wichtig sind. Der Vorteil für dich: du brauchst im Grunde nur noch ein Foto vom Innenraum machen und sparst Zeit.

Bei den 360° Außenaufnahmen wird es schon schwieriger. Im Grunde bräuchtest du dafür einen Drehteller, auf den du das Auto fährst. Eine fest installierte Kamera fotografiert das sich drehende Fahrzeug. Die Investition für solch eine Anlage liegt im mittleren fünfstelligen Bereich. Aber auch hier wird es vermutlich eine Low-Budget-Lösung der Fahrzeugbörsen geben: In den Händler-Apps der Fahrzeugbörsen wird es einen 360°-Aufnahmemodus geben. Diesen aktivierst du und läufst in einem Kreis um das Fahrzeug herum. Ein ähnliches System nutzt Google bereits, um  Nutzern zu ermöglichen Street-View-Aufnahmen per Smartphone aufzunehmen.

Sowohl mobile.de als auch autoscout24.de sind derzeit (noch) nicht in der Lage diese Bilder in ihren Portalen darzustellen. Dennoch kannst du dich bereits mit der Technik vertraut machen, die Bilder in deine eigene Homepage sowie Facebook integrieren und deine Prozesse entsprechend auf die neue Technik anpassen.

Update 12/2017: Inzwischen ist die 360-Grad-Einbindung auf Autoscout und mobile.de als Bild möglich!

Video-Chat-Funktion

Ich habe bereits darüber berichtet, dass Fahrzeugbörsen kurz davor sind, Live-Chats einzuführen. Nun gehe ich noch einen Schritt weiter: Die Video-Chat-Funktion über das Inserat wird kommen.

Dazu werfen wir einen Blick in den Schweizer Automarkt. Autoscout24.ch fährt in dem vergleichsweise kleinen Markt mit ausgewählten Händlern bereits ein Pilotprojekt.

autoscout-live-videochat

Im Schweizer Testmarkt läuft bereits ein Pilotprojekt mit der Möglichkeit den Händler per Videotelefonat zu kontaktieren

Dort wird in das Fahrzeuginserat neben den normalen Kontaktdaten auch eine Video-Chat-Funktion angeboten, mit dem der Kunde sich per Live-Video mit dem Verkäufer verbinden lassen kann. So kann der Berater durchaus mit dem Smartphone zum Fahrzeug gehen und weitere Details oder ggfs. Schäden übermitteln.

Leadgenerierung mit Inzahlungnahme- und Finanzierungsdaten

Ein Lead wird künftig viel mehr einzelne Informationen enthalten müssen. Die einfache Fahrzeuganfrage muss in Zukunft durch zusätzliche Module erweitert werden.

So muss der Kunde künftig in der Lage sein bei der Fahrzeuganfrage direkt seine Wunschfinanzierung und seine Inzahlungnahme mit abzuwickeln.

Daher folgendes Szenario:

  1. Der Kunde findet auf den Fahrzeugbörsen sein neues Traumauto.
  2. Durch Eingabe seiner Fahrgestellnummer des Altwagens sowie dem Kilometerstand berechnet die Börse im Hintergrund den Händlereinkaufswert und lässt diesen direkt in die Kalkulation mit einfließen. (Schäden am Fahrzeug werden später gesondert in Abzug gebracht)
  3. Der Differenzbetrag landet nun in einem einfachen Finanzierungskalkulator, indem der Kunde per Schieberegler Anzahlung, Laufzeit und Rate individualisieren kann.

So erhalten Kunden die völlige Transparenz im Voraus und können prüfen, ob sie sich das Traumfahrzeug leisten können, bevor sie einen Schritt in das Autohaus setzen.

 

5 wichtige Momente der Customer-Journey beim Autokauf

5 wichtige Momente der Customer-Journey beim Autokauf

Automobilhersteller und Autohäuser sind sehr daran interessiert die Customer-Journey (zu deutsch: „Kundenreise“) beim Autokauf zu entschlüsseln. Die Idee dahinter: Wenn ich weiß, welche Fragen sich der Kunde im Kaufprozess stellt und welche Informationsquellen er ansteuert, dann kann ich diese Informationen aktiv selbst bereitstellen, in der Hoffnung, dass der Kunde sich dann für mein Angebot entscheidet.

Zunächst muss man sich eines klarmachen: Es gibt nicht den Kunden und es gibt nicht die Kundenreise. Macht man sich dieser Einstellung bewusst, kann man jedoch auf Datenerhebungen von Google zurückgreifen, die bestimmte Muster im Autokaufprozess entdeckt haben.

Was beachtlich ist:

Bevor der Kunde ein Autohaus besucht, durchläuft er 900 digitale Interaktionen.

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900 digitale Interaktionen während eines Autokauf-Prozesses innerhalb von 3 Monaten

Eine digitale Interaktion wäre jeweils: in Google einen Suchbegriff eintippen, ein Youtube-Video ansehen, eine Herstellerseite besuchen.

Im Fall der betrachteten Probandin wurden 14 Marken in Betracht gezogen, 6 Marken kamen in die nähere Auswahl und zwei Marken standen zur finalen Kaufentscheidung.

In der Zeit vor dem Autokauf und wurden folgende digitalen Touchpoints durchlaufen:

  • 139 Google Suchen
  • 14 Youtube Videos
  • 89 Bilder
  • 69 Interaktionen mit Händlerseiten
  • 186 Interaktionen mit Herstellerseiten

Innerhalb des 3 Monate andauernden Kaufprozesses wurden 71 % dieser Touchpoints von einem mobilen Endgerät aus abgerufen.

Allgemein betrachtet hat die Google Studie fünf Fragen aufgestellt, die jeder Autokäufer im Kaufprozess für sich durchspielt und Informationen dazu benötigt:

autohaus-customer-journey

Die 5 Momente die Autokäufer auf Ihrer Customer Journey durchlaufen.

 

Which car is best? / Welches ist das beste Auto?

 

6 von 10 Autokäufer haben sich zu Beginn ihres Kaufprozesses noch nicht auf eine bestimmte Marke festgelegt. Googles Probandin war auf der Suche nach einem familienfreundlichen und sicherem Auto und vergleicht erst einmal verschiedene Marken anhand der Herstellerseiten sowie einem Bewertungsportal:

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Vergleich verschiedener Marken sowie Ansteuerung der Herstellerseiten und Bewertungsportalen während des „which-car-is-best“ moment

 

Is it right for me? / Passt das Auto für mich?

 

In dieser Phase wird abgeglichen, ob das Modell die eigenen Vorstellungen und wesentliche Anforderungen z.B. an Platz, Anzahl der Airbags erfüllt. Hierzu werden wiederum Bewertungsportale bzw. Communities, Hersteller- aber auch erstmals Händlerseiten aufgesucht.

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In der Is it right for me Phase werden wesentliche Ausstattungskriterien und Anforderungen überprüft

Can i afford it? / Kann ich mir das leisten?

 

Kann ich mir das gewünschte Modell überhaupt leisten? Nun beginnt die Suche nach den Zahlungsmöglichkeiten. Es werden Informationen zu Finanzierung, Leasing und Barzahlung aufgesucht. Weiterhin wird der Inzahlungnahmewert des aktuell gefahrenen Fahrzeugs in Erfahrung gebracht.

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Kann ich mir das Fahrzeug überhaupt leisten? Was kostet das neue Fahrzeug, was bekomme ich für mein altes Fahrzeug und wie finanziere ich die Differenzsumme?

 

Where should i buy it? / Wo kann ich das Auto kaufen?

 

Wo kann ich das Auto in meiner Nähe kaufen? Dazu werden verschiedene Händler in meiner Nähe verglichen. Ein wichtiges Hilfsmittel dabei sind die Bewertungsportale und die Rezensionen der Händler. Anhand dessen wird vorselektiert. Wer hier nur mäßige Bewertungen hat, wird gedanklich auf der Liste des Interessenten aussortiert.

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Vorselektion der Händler in meiner Nähe anhand deren Bewertungen und Reputation im Internet.

 

Am I getting a deal? Bekomme ich ein gutes Angebot?

 

Hier wird noch einmal tiefer gehend nach Preisinformationen gesucht. Was ist eine gute Leasingrate für mein Modell? Wo bekomme ich den besten Preis? Was haben andere bezahlt?am-i-getting-a-deal?

Bekomme ich einen guten Preis? Hier werden noch einmal Preise im Netz recherchiert und anhand von Vergleichsportalen abgeglichen.

Quellen: