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2 Facebook Funktionen, die viele Autohäuser nicht nutzen

2 Facebook Funktionen, die viele Autohäuser nicht nutzen

Das soziale Netzwerk Facebook bietet unendlich viele Möglichkeiten und Funktionen für Seitenbetreiber. Heute möchte ich auf zwei kostenfreie Funktionen hinweisen, die recht wenig in Autohäusern genutzt werden:

Titelbilder in Facebook durch Videos ersetzen

Anstatt des Titelbildes lässt sich auf den Unternehmensseiten seit einigen Monaten auch ein Video in den Kopfbereich einsetzen.

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Autohaus Kühl nutzt ein Video im Facebook Titelbereich, um den eigenen Adventskalender zu promoten (Stand 23.11.17)

Die Anforderungen seitens Facebook dafür sind:

  • eine Videolänge zwischen 20 und 90 Sekunden
  • eine Mindestgröße von 820 x 319 Pixeln

Um das neue Video einzusetzen: oben links in das aktuelle Titelbild fahren und Titelbild ändern wählen. Anschließend kannst du auswählen, ob du das Video frisch hochladen möchtest oder auf ein auf Facebook bereits veröffentlichtes Video zurückgreifen möchtest.

 

Die eigenen Dienstleistungen des Unternehmens auf Facebook hinterlegen

Das Autohaus Kühl nutzt diese Funktion beispielsweise um Dienstleistungen wie Scheibenreparatur, Wartung & Inspektion sowie Klimaservice zu bewerben.

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Das Autohaus Kühl nutzt die Facebook Funktion Dienstleistungen auf der Facebook-Seite, um die eigenen Services wie Scheibenreparatur oder Klimaservice zu bewerben

Auch hier ist die Einrichtung denkbar einfach:

Facebook-Dienstleistung-hinzufuegen

Links in der Navigationsleiste Dienstleistungen auswählen und anschließend Add a Service anklicken.

Links in der Navigationsleiste Dienstleistungen auswählen und anschließend Add a Service anklicken.

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Foto auswählen, Beschreibung hinzufügen und optional noch einen Preis hinzufügen. Fertig ist die Facebook-Dienstleistung für die Unternehmensseite.

Foto wählen, Beschreibung hinzufügen und optional einen Preis angeben. That’s it.

 

Facebooks Fahrzeugbörse Vehicles in den USA bereits live

Facebooks Fahrzeugbörse Vehicles in den USA bereits live

Im August berichtete ich bereits, dass Facebook den Fahrzeughandel forcieren wird und sich für Fahrzeughändler öffnet (siehe Beitrag vom 25.08.17: Facebook forciert den Fahrzeughandel).

Im Heimatmarkt USA ist es nur wenige Wochen später schon so weit: Facebook ist bereits Fahrzeugbörse geworden.

In dieser kurzen Zeit hat Facebook neben den gewerblichen Autohändlern aber auch verschiedene DMS-Anbieter sowie Dienstleister (wie z.B. Kelley Blue Book zur Fahrzeugbewertung) an ihr Social Network angeschlossen.

Facebooks Fahrzeugbörse „Vehicles“ sieht derzeit so aus

fahrzeugbörse-facebook-marketplace

Facebook integriert den Bereich Fahrzeuge „Vehicles“ in den USA in den Marketplace

Innerhalb der App wird im Marktplatz der Bereich „Vehicles“ hervorgehoben. Öffnet man den Bereich lassen sich Fahrzeuge zunächst nach dem Karosserietyp filtern.

Ebenfalls wird angeboten, direkt über den Facebook Messenger mit dem Fahrzeughändler in Kontakt zu treten. Stichwort Livechat im Autohaus.

 

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Auf der Fahrzeugdetailseite steht vor allem der Live-Chat via Facebook Messenger im Vordergrund

Auf der Fahrzeugdetailseite steht der Livechat, der über den hauseigenen Facebook-Messenger abgewickelt wird im Vordergrund.

Der Nutzer wird motiviert, per kurzer Nachricht weitere Ausstattungsmerkmale (ask about specific features) anzufragen, eine Probefahrt zu vereinbaren (schedule a test drive) sowie um sich über die Finanzierung zu informieren (learn about financing).

Diese Pläne hat Facebook für die eigene Fahrzeugbörse in den nächsten Wochen

Facebook plant weitere Zusammenarbeit mit mehreren Partnern:

  • um den Fahrzeugbestand zu erhöhen (Bestände von Edmunds, Cars.com, Auction123)
  • die Filtermöglichkeiten für die Nutzer zu erweitern
  • dem Nutzer Sicherheit über unabhängige Fahrzeugbewertungen zu geben  (Kelley Blue Book)
  • Schnittstellen zu Leadmanagement und Livechat-Programmen der Autohäuser

Facebook drückt mächtig aufs Gaspedal

Ich bin doch sehr überrascht, dass Facebook es in dieser kurzen Zeit schafft, sich zur eigenen Fahrzeugbörse zu entwickeln. Und das wird sicher erst der Anfang sein.

Das große Potenzial bei Facebook liegt in den Nutzerdaten und Vorlieben, die über Jahre hinweg angesammelt worden sind. So dürfte es für Facebook ein Leichtes sein, den Nutzer in seiner Customer Journey zum perfekten Zeitpunkt das passende Auto vorzuschlagen (natürlich gegen Bezahlung).

Meine Prognose ist, dass Schnittstellen zu Banken und Versicherungen sowie eine eigene Bewertungsplattform für die Händler (analog der Bewertung auf den Fanseiten) ebenfalls folgen werden.

Facebooks Fahrzeugbörse leider noch nicht in Deutschland…

Deutsche Fahrzeughändler müssen sich leider noch etwas gedulden. Facebook Vehicles gibt es vorerst nur im Heimatmarkt USA.

Bei der Entwicklungsgeschwindigkeit, die das Social Network aber an den Tag legt, erwarte ich, dass Facebooks Fahrzeugbörse in Deutschland bereits 2018 starten wird.

Quelle: Marketplace Adds More Options For US Car Shoppers

Warum du auf Facebook kaum noch jemand organisch erreichst

Warum du auf Facebook kaum noch jemand organisch erreichst

Du investierst jede Menge Zeit in die Planung und Erstellung von Facebook-Beiträgen, klickst „jetzt posten“ und…. nichts passiert. Dann geht es dir vermutlich wie vielen anderen Autohäusern auf Facebook. Und das hat auch seinen Grund.

Facebook begrenzt die Reichweite von organischen Postings

Vor etlichen Jahren konntest du einen Beitrag posten und dieser wurde quasi allen mit deiner Unternehmensseite verbundenen Fans in deren Newsfeed eingespielt. Das ist mittlerweile nicht mehr so. Wenn du heute einen Beitrag veröffentlichst, wird dieser sehr wahrscheinlich nur noch einem Bruchteil deiner Fans in den Newsfeed eingespielt. Entnehmen kannst du das den Statistiken deiner Facebook-Unternehmensseite.

Warum macht Facebook das?

Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen ist Facebook ein Social-Network, dessen Ziel es ist, dass du dich mit Freunden und Bekannten austauschst. Du kommst ja nicht auf Facebook, um Werbung zu konsumieren.

Und da immer mehr Unternehmen auf Facebook ihre eigenen Produkte vermarkten wollen, achtet Facebook darauf, dass Sie ihre Nutzer nicht durch zu viel Werbung vergraulen. Wobei für meine Verhältnisse derzeit schon grenzwertig viel Werbung eingespielt wird. Facebook achtet daher darauf, dass Beiträge von deinen Freunden und Bekannten in einem bestimmten Verhältnis zu Werbebeiträgen von Unternehmen stehen.

Einer gigantischen Menge an Werbetreibender auf Facebook steht eine begrenzte Fläche an Werbeplätzen gegenüber.

Genau das ist der Grund dafür, dass Facebook Geld für Beiträge und Werbeanzeigen nehmen kann und dein Posting dafür im Gegenzug mehr Nutzern ausliefert.

Facebook funktioniert also nicht mehr ohne Geld?

So pauschal kann man das nicht sagen. Es gibt immer noch bestimmte Posttypen, die auf Facebook besser performen. Grundsätzlich kann man sagen:

Bild schlägt Text. Video schlägt Bild. Live-Video schlägt Video.

Und speziell für den Automobilhandel gilt: Eigene Inhalte schlagen Inhalte des Herstellers. Jetzt mal im Ernst: Welchen Sinn macht es, dass du vorgefertigten Content deines Herstellers auf deine Facebookseite setzt? Deine 200 Händlerkollegen tun vermutlich dasselbe. Ihr seid alle gleich, austauschbar, ersetzbar oder anders ausgedrückt: Wenn ich überall das Gleiche bekomme, dann zählt nur noch der Preis.

Was kannst du also tun, um mehr Reichweite auf Facebook zu generieren, ohne Geld für Anzeigen auszugeben?

Sei kreativer als die anderen. Achte schon bei der Planung und Erstellung deiner Inhalte darauf, dass du dich damit deutlich von deinen Wettbewerbern abhebst. Frage dich bei der Erstellung selbst: Würdest du diesen Inhalt selbst teilen?

Produziere eigene Inhalte als Videoformat statt Bild. Ja, das ist aufwendig und kostet Zeit und damit auch Geld. Starte klein und probiere dich aus. Es braucht kein eigenes Videoteam. Ein gutes Smartphone und ein zusätzliches Mikrofon reichen erst einmal völlig aus.

Teste auch Facebook Live Videos. Eine Anleitung zu Facebook Live und verschiedene Content-Ideen habe ich bereits veröffentlicht (Siehe: Warum Autohäuser Facebook Live Videos einsetzen sollten)

Es spricht aber übrigens überhaupt nichts, dagegen diese Maßnahmen sinnvoll zu kombinieren. Du kannst durchaus kreative eigene Videos erstellen und die Reichweite zusätzlich durch Schaltung von Facebookanzeigen erhöhen.

Facebook forciert den Autohandel und wird künftig zur Fahrzeugbörse

Facebook forciert den Autohandel und wird künftig zur Fahrzeugbörse

Facebook hat vergangene Woche seinen Marketplace an 17 weitere Länder ausgeliefert. Nun ist das Feature, das zunächst an ebay-kleinanzeigen erinnert, auch in Deutschland verfügbar.

In der Facebook App wird die neue Funktion Woche für Woche für weitere Benutzer freigeschaltet und dort erscheint dann ganz präsent ein neues Icon mit einem Ladengeschäft.

Wer für die Funktion auf dem Smartphone noch keine Freischaltung hat, kann den Marketplace bereits über den Desktop erreichen:

Facebook-Marketplace-mit-Fahrzeugen

Facebook Marketplace startet in Deutschland: Unter anderem mit der Kategorie Fahrzeuge. Doch das ist erst der Anfang.

Zugegeben. Auf den ersten Blick sieht das aus wie das dritte ebay-Kleinanzeigen oder Quoka und man könnte sich Fragen warum dies für Autohäuser wichtig sein sollte…

 

Facebook wird den Automobilhandel im Marketplace forcieren und Unternehmensaccounts erlauben

Interessant wird der Marketplance in Kombination mit den Aussagen von Vice President Deb Liu, der bei Facebook für den Marketplace zuständig ist:

Until now, Facebook has limited postings inside Marketplace to individual users, not business Pages. But that’s changing as the company expands into more areas.  […]

 

“We’ll kind of look and see what’s popular, what people want to engage with,” Liu said. “So if people are searching or looking for something, we want to make that available to them.”

 

One popular area has been auto sales, so Liu says Facebook will soon feature cars for sale inside Marketplace from local car dealerships. It plans to do the same with real estate listings to increase inventory for apartment hunters.

  • Facebook wird also sukzessive auch Unternehmen an den Marketplace anschließen, die Ihre Waren präsentieren können.
  • Ein Bereich, der von Nutzern sehr gefragt ist ist der Fahrzeugverkauf. Deshalb wird Facebook diesen Bereich in Kürze focieren und auch lokale Autohändler an die Plattform anschließen.
  • Facebook könnte eine neue Art der Warenpräsentation ermöglichen, denn auf Facebook sind bereits seit drei Jahren 360-grad-Bilder integrierbar.

Fraglich ist wann genau das Feature nach Deutschland kommt. Vermutlich laufen bereits Tests in anderen Märkten. Unklar ist derzeit auch noch welche Schnittstellen in Betracht kommen könnten den Fahrzeugbestand an Facebook zu übergeben und was das ganze kosten könnte.

Denken wir aber einen Schritt weiter: Facebook hat eine Menge von Nutzerdaten und kennt Interessen, Vorlieben und die monetären Verhältnisse der Nutzer. So könnte der der Spieß umgedreht werden: Anstatt selbst aktiv auf Fahrzeugsuche zu gehen könnte Facebook dem Nutzer das passende Fahrzeug im passenden Moment vorschlagen. Big Data macht’s möglich und Facebook sollte dazu in der Lage sein…

Quellen:

Warum Autohäuser Facebook Live Videos einsetzen sollten

Warum Autohäuser Facebook Live Videos einsetzen sollten

Deine Autohaus Facebookseite hat eine begrenzte Reichweite. Das heisst, wenn du einen neuen Beitrag auf deiner Facebook-Seite in die Welt rausschickst, wird dieser Beitrag nur an einen Bruchteil der Newsfeeds deiner Follower ausgespielt werden.

 

Warum begrenzt Facebook die Reichweite meiner Unternehmensseite?

 

Das liegt an zwei Dingen:

Die Idee hinter Facebook ist doch mit Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben und einfach unterhalten zu werden. In erster Linie werden also relevante Beiträge deiner engsten Freunde und Bekannten in deinen Newsfeed eingespielt.

Mittlerweile sind zu viel Unternehmen auf Facebook. Würde nun jedes Unternehmen seine werblichen Beiträge in deinen Newsfeed einspielen und du bekämest dann mehr Werbung als Beiträge von Freunden und Familie angezeigt, dann würdest du dich vermutlich schnell wieder aus dem Netzwerk zurückziehen.

Deshalb steuert Facebook nur einen Bruchteil der werblichen Beiträge in deinen Newsfeed ein. Ganz einfach, damit du nicht mit Werbung zugespammt wirst.

Die Technik dahinter nennt sich Newsfeed-Algorithmus und ist natürlich geheim. Geheim deshalb, weil Facebook seine eigenen, kostenpflichtigen Anzeigen verkaufen möchte, mit denen du wieder mehr Menschen erreichen kannst.

Facebook-Live-Videos ist eine Möglichkeit, um ohne bezahlte Anzeigen eine höhere Reichweite zu generieren.

Facebook möchte immer noch seine relativ neue Funktion Live-Videos pushen. Wer also ein Facebook-Live-Video startet, der wird im Newsfeed-Algorithmus derzeit noch bevorzugt behandelt und an deutlich mehr Menschen ausgespielt. So kann also auch ohne Kauf von Facebook-Anzeigen eine hohe Reichweite generiert werden.

 

Was soll ich denn als Autohaus auf Facebook-Live-Video erzählen?

 

  • Neue Modelle vorstellen: Ein neues Fahrzeugmodell, dass in den nächsten Tagen oder Wochen eingeführt werden soll, wird gerade von der Spedition angeliefert. Starte ein Live-Video und sei einer der Ersten, der die Kunden schon im Moment der Anlieferung ganz nah dabei sein lässt und mit Informationen versorgt.
  • Prozesse erklären: Was ist eigentlich eine Dialogannahme? Wie wird mein Auto, das ich Inzahlung geben möchte bewertet? Wie erkenne ich, wann meine Bremsen gewechselt werden sollten?
  • Neuigkeiten: Was gibt es Neues von den Herstellern und dem Autohaus? Anstatt Text & Bilder einfach mal eine kurze Videobotschaft probieren.
  • Frage-Antwort-Session: Kunden stellen ihre Fragen – das Autohaus antworten.
  • Interviews: Entweder du interviewst Mitarbeiter und nimmst den Nutzer mit in den Job des Mitarbeiters oder du lädst thematisch passende Interviewgäste ein und greifst zusätzlich auf deren Reichweite in Social Media zurück.
  • Events: Starte beim nächsten Event einen Live-Stream und lass daheimgebliebene trotzdem teilhaben.

 

Wie starte ich ein Facebook-Live-Video?

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Facebook-Live-Video auf dem Smartphone starten

Am Laptop oder Rechner mit integrierter Webcam:

  1. Im Newsfeed auf „Live-Video“ klicken
  2. Text & Beschreibung zum Video verfassen und „Live-Übertragung starten“ wählen

Am Smartphone in der App:

  1. In deinem News Feed auf „Was machst du gerade?“ klicken
  2. „Live-Übertragung starten“ auswählen
  3. Beschreibung eingeben und „Live-Übertragung starten“ auswählen
  4. Wähle „Beenden“, wenn du mit dem Live-Video am Ende bist.

Und das Beste dabei: Nachdem der Live Stream zu Ende ist, bleibt das Video natürlich trotzdem auf deiner Facebook-Seite gespeichert und lässt sich auch nachträglich anschauen.

 

Fazit der Facebook-Live Videos im Autohaus

 

Durch den Einsatz von Facebook Live Video kannst du organisch eine höhere Reichweite erzielen, als mit „normalen Beiträgen“.

Mit einer entsprechenden Planung und „Vorankündigung“ der Live Übertragung lässt du deine Kunden ganz nah an dein Autohaus teilhaben.

Hast du schon ein Live-Video ausprobiert oder möchtest es nun in Angriff nehmen?

Instagram Werbeanzeigen: Fehler und Best Practice von Hersteller und Händler

Instagram Werbeanzeigen: Fehler und Best Practice von Hersteller und Händler

Man sollte meinen deutsche Automobilhersteller sind im Bereich Social Media Marketing gut aufgestellt und arbeiten mit Spezialisten. Mir werden auf Instagram immer wieder bezahlte Anzeigen von Automobilherstellern und auch einigen Händlern in meinen Instagram Feed eingespielt.

Das ist zunächst auch gut so und vermutlich sogar beabsichtigt, weil ich durch meine Nutzungsgewohnheiten und Interessen in deren automobile Zielgruppe falle.

 

Das ist der Grund warum BMW mit Instagram-Werbung Geld verschenkt

Wenn ich mir die Werbeanzeigen und die damit verbundenen Seiten aber genauer anschaue, wird schnell klar, dass einige Hersteller und Händler mit ihren Werbeanzeigen in Instagram sprichwörtlich Geld verschenken, weil Sie ihre Kampagne nicht zu Ende gedacht haben oder ihnen eventuell ein Fehler unterlaufen ist.

Ein Beispiel hierfür ist zum Beispiel eine Kampagne von BMW Group Careers, die gegen Bezahlung folgende Werbeanzeige auf Instagram ausliefern lassen:

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BMW schaltet auf Instagram Werbeanzeigen für Jobs im Bereich künstliche Intelligenz

Das der Beitrag gegen Bezahlung von BMW in meinem Feed ausgeliefert wird, ist an dem „Gesponsert“ – Textfeld unter dem Kanalnamen bmwgroupcareers zu erkennen.

Das Bild zeigt einen Mitarbeiter, der mit einem Laptop an ein futuristisches BMW Modell angeschlossen und in seine Arbeit vertieft ist.

Als Kommentar wurde hinterlegt: „Jobs im Bereich künstliche Intelligenz

Die herausstechende Call-to-Action ist die Handlungsaufforderung der bezahlten Anzeige und somit auch das eigentliche Ziel: „Jetzt bewerben“

Und jetzt das Wichtige dabei: Instagram wurde so gebaut, dass dieses Netzwerk fast ausschließlich über die App, also nur auf dem Smartphone genutzt wird. (Mittlerweile ist Instagram auch über eine Weboberfläche erreichbar, die aber kaum genutzt wird).

Klicke ich also nun mit meinem Smartphone auf „Jetzt bewerben“ öffnet sich mein Browser und zeigt folgende Seite (Bild mittig):

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BMW schaltet auf Instagram Werbeanzeigen für Jobs im Bereich künstliche Intelligenz

Die verlinkte Zielseite ist nicht mobilfähig und wird auf Smartphones entsprechend schlecht und unleserlich dargestellt.

Ein Großteil der Nutzer würde hier aus Usabilitygründen direkt abbrechen und mit einem Klick auf zurück zu Instagram zurückkehren.

 

Angenommen wir bleiben hartnäckig, ziehen uns die Seite groß und wählen einen Job aus der Liste aus, dann lande ich auf folgender Seite (Bild rechts):

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BMW schaltet auf Instagram Werbeanzeigen für Jobs im Bereich künstliche Intelligenz

Auch hier wird es mir maximal schwer gemacht den Text zu lesen, weil sich die Inhalte einfach nicht auf die Bildschirmgröße meines Gerätes skalieren.

Fassen wir zusammen: Es wird vorne viel Geld in die Hand genommen, um Anzeigen in Instagram ausliefern zu lassen. Diese Anzeigen werden entsprechend auch ausgeliefert und erscheinen bei der Zielgruppe auf den Smartphones.

Bei dem Weg zum Ziel, nämlich neue Leads bzw. Bewerbungen zu generieren, wurde aber nicht beachtet, dass die Anzeigen auf einem Smartphone ausgeliefert werden. Da entsprechend keine mobilfähige Seite hinter die Anzeige geschaltet ist, verpufft das Marketingbudget der Instagram Anzeige und es werden wohl kaum Leads bzw. Bewerbungen generiert werden.

 

Instagram-Werbeanzeigen vom Autohaus geschaltet – so wird’s gemacht…

Ein besseres Beispiel, dass direkt auf mobile Seiten verlinkt wurde mir von dem Opel Händler Auto-Jacob GmbH auf meinen Feed eingespielt:

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Auto Jacob Werbeanzeige auf Instagram zur Sieger-Prämie. Hier besser: mobilfähige Zielseiten und konkrete Ziele zur Leadgenerierung (Anruf oder Angebot anfordern)

Nach klick auf den Button „Mehr dazu“ gibt es zunächst weitere Informationen zu der Siegerprämie. Im nächsten Schritt werden dann sehr präsent die großen Buttons angezeigt: Anrufen, Kontaktieren Sie mich oder Angebot anfordern, die allesamt neue und konkrete Leads generieren.

Fazit: Wer eine Geld für die Werbeanzeigen auf Instagram in die Hand nimmt, muss auch dafür sorgen, dass neben einer klaren Call-to-Action (Handlungsaufforderung) auch eine mobilfähige Seite dahinter geschaltet wird, die eine gute Usability bringt und genau ein Ziel hat: Leads zu generieren.