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Am 06. Juli 2017 fand das erste Garagen-Marketing CAMP im Golfclub Sempachersee in der Schweizer Ortschaft Hildisrieden statt. Ich war selbst vor Ort und möchte gerne meine Erfahrungen mit euch teilen.

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Der Veranstaltungsort: Golfclub Sempacher in Hildisrieden

Was ist das Garagen-Marketing-Camp und was ist eine Un(-Konferenz)?

 

Das Ziel des Garagen-Marketing CAMP war es, die Automobilbranche mit den Themen Online Marketing, Social Media & Digitalisierung in Verbindung zu bringen.

Das auf 80 Teilnehmer begrenzte Event war schon frühzeitig ausgebucht und so trafen sich neben Entscheidungsträgern, Inhabern & Geschäftsführern auch Mitarbeiter im operativen Marketing sowie Vertreter der Hersteller und Importeure.

Das Events wurde als (Un-)Konferenz organisiert, was bedeutet, dass das finale Programm erst am Veranstaltungstag selbst durch die Teilnehmer organisiert wurde.

Unter den Teilnehmern wurde gefragt, wer ein Vortrag anbieten möchte und die anderen Gäste sollten per Handzeichen Ihr Interesse an einer Session bekunden, damit im Hintergrund die Raumplanung stattfinden konnte.

 

Tages- & Sessionplanung auf dem Garagen-Marketing CAMP 2017

 

Insgesamt standen 5 Sessionslots zur Verfügung, an denen mehrere Sessions in verschiedenen Räumen parallel liefen. So wurde man der Qual der Wahl ausgesetzt und stellte sich sein Tagesprogramm nach eigenem Interesse zusammen.

08.45 – 10.00    Eintreffen, Begrüßung und Vorstellung der Teilnehmer
10.00 – 10.40    Einteilung der verschiedenen Sessions & Gruppenfoto


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Die Sessionplanung auf dem Garagen-Marketing CAMP 2017


16.00 – 16.30    Resumé
16.30 – 17.00    Schlusswort

 

Die finalen Sessions auf dem Gargagen-Marketing-Camp

 

  • Dialogmarketing für Autohäuser von Off- zu Online
  • Google im Autohaus – warum SEO/SEA so wichtig ist
  • CarHelper – wie Kunden heute Werkstätten finden
  • Pain Points, Touch Points und Customer Journey im Autokauf
  • Ausleuchten & Fotografieren – warum im Internet Bilder so wichtig sind
  • Drive Butler – die Digitalisierung im Kundendienst
  • Social Media im Autohaus – Facebook, LinkedIn und WhatsApp
  • Augmented und virtual Reality mit der Microsoft HoloLens Brille
  • Der virtuelle Showroom – die Möglichkeiten von heute und morgen
  • Wie kann ich über digitale Kanäle Talente für meine Garage / Autohaus gewinnen?

Hinzu kamen einige spontan Entschlossene mit dem Sessions:

  • Kundendialog – Erreichbarkeit im Autohaus
  • Virtuelles zeigen und präsentieren von Autos

Videoanruf über autoscout24.ch // Session von Salvatore Manoiero

 

Bei Autoscout24 in der Schweiz (autoscout24.ch) besteht seit einigen Monaten die Möglichkeit einen Videoanruf direkt über den Marktplatz zu starten.

So sollen dem Interessenten neue Möglichkeiten eröffnet werden mit dem Verkaufsberater in Kontakt zu treten. Der Link, um den Videoanruf zu starten, befindet sich direkt unter der Telefonnummer und den Kontaktdaten des Autohauses bzw. der Garage.

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In der Schweiz können Interessenten per Videoanruf mit dem Verkäufer sprechen

In der Schweiz nutzen bereits ca. 25 Händler diese neue Möglichkeit und weitere 50 stehen auf der Warteliste, um in das Pilotprogramm aufgenommen zu werden.

Grundsätzlich fehlt es Autohäusern dazu aber meist noch an der passenden Infrastruktur. Neben der Technik: einem Smartphone, Tablet oder Computer, braucht es vor allem eine schnelle Internetverbindung und eine flächendeckende Wlan-Verbindung auf dem Gebrauchtwagenplatz.

Auch im Bereich Personal muss ein Umdenken stattfinden. Nicht jeder Berater fühlt sich gut damit, vor der Kamera aufzutreten und per Video mit dem Kunden in Kontakt zu treten.

Facebook Advertising: Zielgerichtete und messbare Werbung // Lorenz Käsermann

 

Facebook sitzt auf einer großen Datenbasis, die sie über Facebook selbst, dem Facebook Messenger, Instagram und natürlich Whatsapp einsammeln.

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Session Facebook Advertising auf dem Garagen-Marketing-Camp 2017 #gmc17

Wie kann ich auf Facebook Werbung schalten? 

Die Beginnerversion über „Beitrag bewerben“ erfordert nur ein Ziel, eine Zielgruppe, das Budget und die Dauer der Anzeige.

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Die „Beginner-Version“ der Facebook Anzeigenschaltung

Eine bessere Möglichkeit ist der Facebook Business Manager, der neben einer sehr einfachen Übersicht auch ein optimiertes Reporting bereitstellt. Gleichzeitig kann auch die Schwesterplattform Instagram mit Anzeigen bespielt werden.

A/B-Testing bei der Facebook Anzeigenschaltung für Autohäuser und Garagen

Bei der Anzeigenschaltung sollte unbedingt das A/B-Testing benutzt werden. Dabei wird eine Anzeige erstellt und in zwei verschiedenen Varianten ausgespielt werden.

Autoscout.ch nutzte diese Möglichkeit um Anzeigen einmal in Hochdeutsch und einmal im Dialekt auszuspielen. Die hochdeutsche Variante performte dann übrigens besser. 🙂

Weitere Dinge, die man neben der Sprache variieren sollte sind: Bilder/Videos, Keywords sowie verschiedene Call-To-Actions.

 

Automotive und das Google-Universum // Lukas Stuber

 

Lukas Stuber referierte über das Google-Universum in Verbindung mit der Automobilbranche. Nach einer Einführung in die Marktanteile der verschiedenen Suchmaschinen weltweit, gab er einen Einblick in die buchbaren Werbeflächen von Google und dessen Werbenetzwerke.

Im Wesentlichen sind dies die Werbeflächen auf Youtube und Google Adwords sowie die kostenfreien organischen Ergebnisse, die über SEO Suchmaschinenoptimierung angesprochen werden können.

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Die Session Automotive und das Google Universum mit Lukas Stuber

 

Mit dabei hatte er Google Home, den smarten Lautsprecher von Google. Die Autobestellung hat Google Home aber noch nicht ausgeführt, da Stuber keine Zahlungs- und Lieferdaten hinterlegt hatte. 🙂

 

Wie kann ich über digitale Kanäle Talente für meine Garage / mein Autohaus gewinnen? // Patrick Möltgen & Marcel Schultz

 

Ich selbst hatte mit meinem Kollegen Marcel Schultz gemeinsam eine Session zum Thema Personal mit dem Titel „Wie kann ich über digitale Kanäle Talente für meine Garage / mein Autohaus gewinnen?“ vorbereitet.

Der Grundidee dabei war: anstatt aktiv Jobsuchende anzusprechen, lieber wechselwillige Menschen anzusprechen, die nicht aktiv auf Jobsuche sind.

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Marcel Schultz und Patrick Möltgen bei der Personalmarketing Session im Autohaus // Foto: www.stephan-ulrich.ch/

Die Wechselwilligen können in ihrer Freizeit, beim Surfen auf Social Media per bezahlter Werbung angesprochen werden.

Durch den Einsatz entsprechenden Filterkriterien lassen sich so Mitarbeiter von anderen Autohäusern in einem festzulegenden Radius um den eigenen Betrieb ansprechen.

Dabei sollte nicht direkt von der sozialen Plattform auf die Stellenanzeige verlinkt werden, denn man surft in erster Linie auf Facebook oder Instagram, um unterhalten zu werden oder sich mit Freunden und Bekannten auszutauschen.

Dementsprechend sollte ein unterhaltsames Video – passend zur Stellenanzeige – vorgeschaltet werden. Als Best-Practice Beispiel haben wir unter anderem die Jobvideos der Graf Hardenberg Gruppe.

So kann der potenzielle Bewerber auf Social Media abgeholt und vorqualifiziert werden. Wenn das Video ausreichend Interesse weckt, kann auf die Stellenanzeige verlinkt werden.

Angekommen auf der Stellenanzeige sollte es vor allem eins sein: einfach. Der Bewerber sollte sich möglichst einfach bewerben können. Eine gute Möglichkeit sind Schnittstellenanbindungen zu Xing oder LinkedIN, die alle Daten der Bewerbung einfach importieren können.

Ein weiteres, branchenfremdes Best-Practice Beispiel führten wir vom Krankenhaus Porz an, die mit ihrem WhatsApp-Ansatz den Personalmarketing Award gewonnen haben. Vielen Dank an Marc Raschke, der mir die Folien zum Best-Practice Beispiel dazu bereitgestellt hat.

Video zum Garagen-Marketing-CAMP 2017