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Wenn man an Warenautomaten denkt, dann kommen einem wohl als erstes die Getränke- und Süßigkeitenautomaten von Bahnhöfen in den Sinn. Kleingeld rein und Chips oder Cola in Sekundenschnelle raus.

 

Vom Verkaufsdisplay von Matchbox-Autos zum 15-stöckigen Luxuskarossen-Automat

 

Gary Hong machte sich in Singapore genau dieses Systems eines Warenautomaten zunutze. Sein Problem: wenig Platz und vergleichsweise teure Quadratmeterpreise in Singapore. So kam er auf die Idee, einen Warenautomaten für Luxuskarossen wie Bentley, Aston Martin, Porsche, Lamborghini, Ferrari und viele weitere zu errichten.

Die Idee kam Gary Hong, als er mit seinem Sohn in der Spielwarenabteilung einkaufen war. Er sah das Verkaufsdisplay der Matchbox-Autos und adaptierte diese Idee auf seinen Warenautomaten, der nun 15 Stockwerke hoch ist und insgesamt 60 Stellplätze umfasst.

 

 

Die Fahrzeuge lassen sich über einen Touchscreen aus der Parkposition des Turms ins Erdgeschoss fahren.

Während das Fahrzeug in maximal 120 Sekunden nach unten befördert wird, wird der Besteller schon einmal emotional mit einem Werbeclip zum Fahrzeug abgeholt.

 

Sofern es das Kreditkartenlimit hergibt, direkt einsteigen und losfahren

 

Am Touchscreen kann das Fahrzeug direkt erworben und per Kreditkarte bezahlt werden. Natürlich steht Gary Hong und einer seiner drei Kollegen zur Anweisung und zur Bedienung trotz Vollautomatisierung zur Seite des Bestellers.

Falls noch genügend Kleingeld übrig ist, können über Gary Hong direkt die Golden Numbers, also die Kennzeichen mit nur einer Ziffer dazu erworben werden.

Wer das nötige Kleingeld für die Luxuskarosse nicht hat, kann laut Homepage von Autobahn Motors Singapore entsprechend auch finanzieren oder leasen.

Die Idee eines Verkaufsautomaten fürs Autos ist nicht neu

 

Carvana, die bereits 2013 in Atlanta gegründet wurden haben in den USA schon unzählige Verkaufsautomaten aufgebaut und sind seit April 2017 an der New Yorker Börse NYSE als Aktienunternehmen gelistet.

Carvana verkauft keine Luxuskarossen, sondern gebrauchte Fahrzeuge für die breite Masse und argumentiert dabei über die niedrigeren Kosten im Vergleich zu einem Markenhändler.

 

 

Was können diese Verkaufsautomaten im Vergleich zum Händler?

 

Die Verkaufsautomaten, denen im Kaufprozess geniale Internetpräsenzen vorgeschaltet sind, bieten ein völlig neues Kauferlebnis. Carvana kennt die Painpoints beim Autokauf scheinbar sehr genau und bedient diese über ihre Internetplattform.

So sind z.B. neben einer 360°-Ansicht des Fahrzeugs alle Schäden fein säuberlich dokumentiert. Jeder kleinste Steinschlag wird offen und transparent mit einem Bild dokumentiert und am Fahrzeug zugeordnet.

Nebenbei kann man völlig stressfreies kaufen ohne lästige Verhandlungen mit einem Verkäufer. Dabei soll man durch die geringere Kostenstruktur auch noch sparen. Carvana rechnet in Ihrem Beispiel auf der Homepage eine Ersparnis von 2.199$ gegenüber dem Kauf im Markenhandel vor.

 

Wann können wir diese Verkaufsautomaten in deutschen Innenstädten erwarten?